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Steckbrief: Der Pudel

Basiswissen

Das individuelle Äußere und die Anmut und Eleganz der vier verschiedenen Pudelarten machen sie zu den wohl bekanntesten Gesellschafts- und Begleithunden. Ein Blick in die Geschichte der Pudel beantwortet viele Fragen und erklärt, warum diese Hunde so speziell sind.

Lange Zeit stritten sich Deutschland, Russland und Frankreich darüber, welches nun das Ursprungsland des Pudels ist. Im Rahmen der FCI-Anerkennung der Rasse in den 30er Jahren setzte sich schließlich Frankreich durch. Die deutsche Bezeichnung des Pudels hat aber weiterhin deutschen Ursprung. So bedeutet das althochdeutsche Wort „puddeln“ so viel wie „im Wasser planschen“. Es mag zwar etwas überraschend erscheinen, aber Züchter sahen den Pudel ursprünglich vorwiegend als Jagdhund bzw. als Hund für die Wasserjagd. Hieraus resultierten zum einen das robuste Fell und zum anderen die charakteristische Pudelschur: Damit man gleichzeitig die Lungen und das Herz vor der Kälte des Wassers schützen und maximale Beinfreiheit gewährleisten konnte, wurde der Pudel von der Rückenmitte an nach hinten geschoren. Auch die Redewendung „wie ein begossener Pudel“ hat hier ihren Ursprung.

Zu Beginn der Zucht von Pudeln, Ende des 19. Jahrhunderts, wurden einst nur Groß- und Kleinpudel gezüchtet. Heutzutage erstreckt sich der Rassestandard auch auf Zwergpudel und Toypudel. Die vier Varianten der Rasse unterscheiden sich jedoch lediglich in ihrer Größe. So liegen die maximalen Widerristhöhen der verschiedenen Pudel absteigend bei 60, 45, 35 und 28 cm mit jeweils einem Spielraum von 12-15 cm nach unten. Das besondere Merkmal der Tiere - das Fell - besticht durch eine weiche und feine Haptik und ist dicht-wollig gekräuselt. Dabei erstrahlt das Fell von Zwergpudel & Co. in den Farben Schwarz, Weiß, Braun, Silber, Apricot und Rot. Der Körper der Hunderasse ist quadratisch mit einem kurzen Rücken und einer anmutig hochgezogenen Bauchlinie. Dies begünstigt auch die tänzelnde und federnde Gangart der Pudel.

Mensch und Pudel – das Zusammenleben

Die Vielfalt der Tiere, die sich in den verschiedenen Größen und den zahlreichen möglichen Fellfarben und -gestaltungsmöglichkeiten ausdrückt, machen die Hunderassen zu beliebten Weggefährten vieler Familien. Diese bedeutet dem Pudel alles. Selbst Kinder mit ihrer Unberechenbarkeit sind für den Hund keine Bedrohung, sondern Gleichgestellte. Die besondere Qualität, die den Familienhund im Zusammenleben mit dem Menschen auszeichnet, ist somit seine Loyalität. Auch die Dressurfähigkeit, die bei diversen Hundeschauen unter Beweis gestellt wird, macht ihn bei vielen Menschen so beliebt. Insbesondere der Großpudel kann aber mehr als nur schön aussehen. Er wird erfolgreich auch als Katastrophen-, Leichensuch- und Blindenführhund eingesetzt.

Charakter und Erziehung des Pudels

Pudel gelten als die charmantesten und intelligentesten Hunde der Welt. Mit ihrem aufgeweckten Wesen lassen sie als Teil der Familie keine Langeweile aufkommen. Wenn Sie einen Pudel in Ihr Leben holen, wird Ihnen schnell das starke Bedürfnis des Hundes auffallen, Ihnen zu gefallen. Willenlos ist er dabei jedoch nicht. So lässt er sich nicht einfach von jedem Fremden anfassen. Trotzdem gestaltet sich die Erziehung der Tiere relativ einfach.

Gesundheit und Ernährung 

Die Hüftgelenksdysplasie, die auch bei anderen größeren Hunden eine typische Krankheit ist, kann auch bei dem Großpudel vermehrt auftreten. Die drei anderen Unterrassen können hingegen unter prcd-PRA leiden. Diese erblich bedingte Augenkrankheit kann zum Erblinden des Pudels führen. Letztlich sei noch die Sebadenitis zu nennen, die hauptsächlich Pudel betrifft. Hier werden vom eigenen Immunsystem die Talgdrüsen zerstört. Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung der Haare – Haarausfall ist die Folge. Leider wird diese seltene und vererbbare Krankheit oft viel zu spät erkannt.

Pflege der gelockten Hunde

Da das Fell dieser ausgefallenen Tiere stetig wächst, sollten Sie Ihren Pudel mehrmals die Woche bürsten und alle sechs bis acht Wochen das Fell scheren. Auch das Baden gehört zum regelmäßigen Pflege-Pflichtprogramm des Tieres, da die Haare des Pudels nicht ausfallen. Dieser nicht existente Haarausfall macht den Pudel übrigens auch für Hundeallergiker zum passenden Begleiter.

Wussten Sie schon...?

Bis in die 1950er Jahre hinein wurden Pudel in Paris zur Kanalreinigung eingesetzt. Dazu wurden sie schlichtweg wie lebende Putzschwämme durch die engen Röhren der Kanalisation getrieben.


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